

Home street Home. Home sweet Home.
Housing First ist ein Ansatz in der Wohnungslosenhilfe, der das Wohnen als Menschenrecht betont. Wohnraum wird zuerst und nicht zuletzt angeboten. In Housing-First-Projekten gibt es daher grundsätzlich keine Zeit-, Übergangs-, Zwischen-, Unter- oder Probemietverträge. Wohnraum wird ohne jegliche Erwartung bereitgestellt, dass sich eine wohnungslose Person in einer bestimmten Weise entwickeln muss.
Die MainWeg gGmbH sucht und begleitet seit 2020 obdachlose Menschen und Wohnungseigentümer, um beide zusammenzubringen. So kann ein obdachloser Mensch, der gestern noch unter der Brücke schlief, heute einen vollständigen Mietvertrag erhalten – wohlgemerkt ohne finanziellen Nachteil für den Wohnungseigentümer. Denn die Mietzahlung wird durch das staatliche Sozialsystem abgesichert.
Mit den größten deutschen Wohnraumanbietern als Partnern steht der MainWeg gGmbH perspektivisch ausreichend Wohnraum zur Verfügung. Diese starken Partnerschaften erleichtern vieles: Kurzfristig und unbürokratisch können Besichtigungstermine vereinbart werden, wodurch persönlicher Wohnraum schneller an die Teilnehmer:innen vermittelt werden kann.
Eine Fotoausstellung
über das Leben nach der Straße
„Zuhause bedeutet für mich Sicherheit, ankommen, wohl fühlen. Endlich ich selbst sein können.“
– Jenny, 28 Jahre, Nürnberg
Jenny ist eine von 18 Frauen* und Männern, die in der multimedialen Ausstellung Home Street Home von ihrem Weg aus der Obdach- oder Wohnungslosigkeit zurück ins eigene Zuhause erzählen. Die Fotografin Debora Ruppert ist quer durch Deutschland gereist und hat mit ihnen über ihre ganz persönlichen Geschichten gesprochen. Wie fühlt es sich an, auf der Straße oder in Notunterkünften zu leben? Was bedeutet es, nach Jahren wieder eine Wohnung zu haben? Und was müsste Politik und Gesellschaft tun, um Obdachlosigkeit wirksam zu bekämpfen?
Die Ausstellung hatte ihre Premiere im Deutschen Bundestag. Nun wird sie in der Paulskirche, dem Symbol für Demokratie und Menschenrechte, gezeigt. Dort stellt die Fotografin Menschen in den Mittelpunkt, deren Stimmen sonst kaum gehört werden. Ihre Porträts erzählen von Brüchen, Ausgrenzung, Sucht, Prostitution, Kriminalität und Resozialisierung – und zugleich von Mut, Kraft und Neuanfängen.
WOHNEN IST EIN MENSCHENRECHT. Home Street Home erinnert daran, dass ein sicherer Rückzugsort nicht Luxus, sondern Grundlage für Würde, Teilhabe und Solidarität ist.

Debora Ruppert
Fotografin aus Berlin
Endlich Zuhause
Mit großer Freude und voller Überzeugung verkünden wir, dass wir von MainWeg die multimediale Ausstellung „Home Street Home – Wege aus der Obdachlosigkeit“ nach Frankfurt gebracht haben, und dank der wertvollen Unterstützung der Stadt Frankfurt darf sie nun in der Wandelhalle der Paulskirche Frankfurt am Main gezeigt werden.
„Home Street Home“ bringt 18 bewegende Portraits und Lebensgeschichten von Menschen in den Mittelpunkt, die nach oft jahrelanger Obdach- oder Wohnungslosigkeit den Weg zurück in eine eigene Wohnung gefunden haben. Die Fotografin Debora Ruppert hat sie in acht Städten Deutschlands begleitet. Mit Respekt, Sensibilität und dem Wunsch, ihre Stimmen sichtbar zu machen.
Die Ausstellung zeigt eindrücklich: Wohnen ist mehr als vier Wände. Es ist Schutz, Würde, ein Rückzugsort und die Grundlage für Teilhabe und Selbstbestimmung. „Ein Zuhause zu haben“ bedeutet, Privatsphäre, Sicherheit und Perspektive zu besitzen. Für viele der Porträtierten waren diese Grundrechte lange entzogen.
Mit „Home Street Home“ möchten wir nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch einen Appell an Politik und Gesellschaft richten: Wir fordern dauerhaft bezahlbaren Wohnraum, besser ausgestattete soziale Hilfen und ein solidarisches Miteinander. Denn Wohnungslosigkeit kann, wie uns die Ausstellung zeigt, jeden treffen.
Gleichzeitig verstehen wir als MainWeg unser Engagement als Teil dieses Wandels: Wir wollen ein Zeichen setzen. Für Respekt, Hoffnung und zweite Chancen. Wir laden alle Interessierten ein, die Ausstellung zu besuchen, zuzuhören, mitzufühlen und vielleicht selbst aktiv zu werden. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass für viele Menschen ein Zuhause nicht länger ein Wunsch bleibt, sondern Wirklichkeit wird.





